Gesunde Umwelt Projektarchiv

Stroh im Kopf – Der Strohballenbau

Höhlenbauen einmal anders. Wie man nachwachsende Rohstoffe richtig nutzt, probierten Kinder und Jugendliche aus der Uckermark in diesem Projekt. Mit Strohballen vom Feld, Holz aus den angrenzenden Wäldern und Hanffaserdämmung, hergestellt in regionalen Betrieben baute die Ökostation Prenzlau zusammen mit Kindern zwei Strohballenhäuser zur Anschauung mit verschiedenen Konstruktionsprinzipien. Eigene Bauprojekte aus nachwachsenden Rohstoffen konnten die Kinder im Anschluss ausprobieren. Finanziert wurden Baumaterialien und Kleinwerkzeuge. Mehr Informationen: Ökostation Prenzlau

Der Teich im Schulgarten

Kinder fasziniert Wasser. Warum dies nicht gleich auf dem Schulhof für eine außerschulische AG und die Pausen nutzen. Eltern, Kinder und weitere Kooperationspartner bauten an einigen Ferienwochenenden einen Teich und vergaßen auch die Bepflanzung einer ausgedehnten Sumpfzone nicht. Nun, einige Monate später tobt schon das Leben im Wasser. Molche wurden gesichtet, sogar einige Fische schwimmen schon, obwohl alle behaupten, sie hätten keine hinein getan, auch Frösche ruhen sich bereits am Wasserrand aus. Die AG „Teich“ ist demzufolge gut besucht und beschäftigt sich mit den Pflanzen und Tieren im Wasser, beobachtet das Pflanzenwachstum zu verschiedenen Jahreszeiten und untersucht das nicht sichtbare Leben im  Wasser unter der Lupe. Finanziert wurden Teichfolie und Pflanzen. Mehr Informationen: Grundschule Gramzow

Strom direkt aus der Sonne

Strom kommt aus der Steckdose. Ja! Aber, wie kommt er in die Steckdose? Die Herberge „Haus Hoher Golm“ installierte eine kleine Photovoltaikanlage auf dem Dach und betreibt nun ihren Staubsauger und andere elektrische Geräte mit Strom aus der Sonne und vermittelt den Kinder- und Jugendgruppen Alternativen zur herkömmlichen Stromerzeugung.

Das Haus hat sich dem Klimaschutz durch sein ökologisches Gesamtkonzept verschrieben und ließ sich für das Projekt Bauteile für eine Photovoltaikanlage sowie ein zwischengeschaltetes Messgerät finanzieren, auf dem man die erzeugte Strommenge jederzeit ablesen kann. Mehr Informationen: Herberge "Haus Hoher Golm"

Quelle: II.Waldheimer Bürgerverein

Was ist in unserer Hecke los?

Igel, Vögel, Raupen, Schmetterlinge. Kinder finden Tiere häufig viel interessanter als die vermeintlich langweiligen Pflanzen, die bewegungslos und geräuscharm dahinvegetieren. Ganz anders wird es, wenn diese Pflanzen Herberge für all die interessanten Tiere werden. Warum lebt das Insekt ausgerechnet auf diesem Strauch? Hält sich der Igel deshalb so lange hier auf, weil ihm die Wildäpfel so gut schmecken? Was ist das für ein Gewächs am Ast? Ach, da hat eine Wespe ihre Eier abgelegt? Der unmittelbare Zusammenhang zwischen Tier und Pflanze kann nirgends so gut erkannt werden, wie an einer wild wachsenden Hecke, die mit heimischen Sträuchern gepflanzt wurde und dementsprechend auch zu allen Jahreszeiten viel bevölkert ist. Bei der Pflanzung entstand unter einigen Eltern spontan die Idee sich selbst mit einem kleinen Vogelprojekt in der Kita zu engagieren. Die Kita kaufte heimische Sträucher, Ferngläser und Vogelkästen.

Theater- und Spielmauer – Vorhang auf!

Warum nicht einmal am nahe gelegen Lesesteinhaufen und an der Trockenmauer kleine Käfer und Insekten bei dem Nachgehen ihres Tagesablaufes beobachten und danach die Tiere und die beobachteten Zusammenhänge auf einer kleinen Theater- und Spielmauer in Form des Naturtheaters für alle Kinder des Kindergartens nachspielen? Engagierte Eltern und Erzieherinnen und Kinder stapelten Steine, die sie vom Fördergeld kauften. Mehr Informationen: AWO Kita Senftenberg 

Wilde Wiese erntet Radieschen

Jedes Kind, dessen Eltern einen Garten haben, verlangt irgendwann nach seinem eigenen Beet. Eine Kita im Kreis Barnim hat diese natürliche Neugier einfach auf dem eigenen Gelände urbar gemacht. Auf einem entstandenen Beet werden jedes Jahr durch kleine und große Zwerge neue Kräuter und Gemüse  gezogen, die in der Kita nach der Ernte durch die Kinder roh oder gekocht selbst probiert werden. Ein kleines Gewächshaus hilft auch bei Überwinterung bzw. bei der frühen Ansaat oder konzentrierten Naturbeobachtungen im Winter. Übrigens wird auch der Jugendclub von den Leckereien angelockt. Und auch der Nabu vor Ort hat Lust bekommen sich auf dem Gelände durch kleine Veranstaltungen zu engagieren. Finanziert wurden Schubkarren, ein kleines Gewächshaus, Samen und heimische Sträucher. Mehr Informationen: Kita Wilde Wiese in Wesenberg

Quelle: Alnus e.V.

 

 

 Streuobstwiese – mehr als nur Obstplantage

Der Kleine Spreewaldpark ist inzwischen schon über die Grenzen Schöneiches als ein ökologisches Kleinod bekannt. Weitere alte Obstbaumsorten stehen nun auf dem Gelände und locken neben verschiedenen Kleintieren, die die Streubobstwiese zukünftig als ihren Lebensraum nutzen werden, eben auch die zweibeinigen Leckermäuler jeder Größe an.
Doch vor dem Genuss steht (leider) meist die Arbeit. Einige Arbeitsstunden gingen im Pflanzgrubenausheben des schweren Koppelbodens dahin. Und damit die Zeit bis zur Ernte schneller vergeht, findet nun auf dem Gelände einmal wöchentlich die AG Naturerlebnis statt. Dabei wird genau beobachtet und ein NaturtageBuch erstellt. Außerdem wird die Wiese gemäht, Heu gemacht, gemulcht und kompostiert und Nisthilfen gebaut und gepflegt. Bis zur Ernte kann man die Zeit also nützlich überbrücken. Finanziert wurden alte Obstbaumsorten, Nisthilfen und Pflanzpfähle. Mehr Informationen: Kleiner Spreewaldpark in Schöneiche b. Berlin

Mülltrennung macht Schule!

Da staunten sie nicht schlecht, die Kinder aus der Werbelower Grundschule, die den Pausenmüll untersuchten. Vor allem darüber, wieviel Papier und Verpackungen das tägliche Leben begleitet. Nach der Erkenntnis standen Übungen im Müll trennen im Vordergrund des Projektes. Außerdem entwarfen die Kinder Aufkleber, die sie an Mülleimer auf dem Schulhof klebten und die anzeigten, was künftig wo rein darf. Finanziert wurden der Druck der Aufkleber sowie spezielle Mülleimer. Mehr Informationen: Grundschule in Werbelow

Kleingarten für Insekten

Grundsätzlich gestaltet der Gärtner seinen Garten nach menschlichen Bedürfnissen. Hier eine gefüllt blühende exotische Zierpflanze, dort eine Rarität aus Asien, die man gern dem Nachbarn präsentiert, ausländische Koniferen, die den allzu neugierigen Blick auch im Winter abwehren sollen? – warum nicht. In Cottbus hat man einfach den Standpunkt  gewechselt und setzte einen Kleingarten nur für Insekten um. Einige Pflanzen eignen sich besser als Nahrungsquelle als andere. Einige Insekten sind auf inzwischen selten gewordene Kräuter geradezu angewiesen. Unter anderem wurde auch ein nashornkäfertypischer Lebensraum angelegt, die Nashornkäferoase. Kinder aus der Waldorfschule Cottbus bestimmten in allen Projektteilen aktiv die Richtung und entwarfen letztlich auch verschiedene Flyer, die die Insekten und ihren Lebensraum vorstellen. Finanziert wurden Sämereien, Holz und die Dokumentation.Mehr Informationen: Hermann Schultka der Waldorfschule Cottbus

Quelle: Naturkindergarten Eichhörnchen

Zimmer frei im Insektenhotel!

Wie nützlich all die Stöcke und Erdklumpen und Haufen aus Lehm für den Bau eines Insektenhotels sein können, erfuhren die Kinder einer Kita aus dem Barnim. Sie bauten mit Hilfe ihrer Erzieher und ihren Eltern ein Gerüst aus Robinienholz, in das sie die gesammelten Naturmaterialien ihrer Umgebung einfügten. In den darauf folgenden Monaten gab es bis heute viel zusehen. Welche Materialien sind bei den Insekten besonders beliebt? Und wer nistet eigentlich wo? Wie sah noch mal das fertige Insekt dieser Larve aus?
Der positive Nebeneffekt eines positiven Projektes: auch Erzieherinnen und Eltern kennen jetzt viel mehr Insekten als zuvor. Finanziert wurden Beobachtungsmaterialien, wie Becherlupen, Kescher und auch Baumaterialien, wie das überdachte Trägergerüst aus Robinienholz. Mehr Informationen: Naturkindergarten Eichhörnchen Höhenland

Quelle: Förderverein Wiesenwichtel

Wurzeln finden

Erst sind die Kinder klein und sie brauchen die begrenzte Welt. Doch irgendwann zieht es sie hinaus und es wäre schade, hätten sie nicht die Wurzeln, um zu wissen, wo ihre Heimat ist.
Die Wiesenwichtel pflanzten daher ihre eigene Apfelbaumallee aus alten Obstbaumsorten aus dem Genressourcenprojekt. Jeder Wiesenwichtel und seine Familie übernimmt künftig die Patenschaft für einen Baum. Und wird damit Zeit seines Lebens seinem Apfelbaum verbunden bleiben. In der Zwischenzeit nutzt aber auch der Kitaalltag die Apfelbäume für vielfältige Naturbeobachtungen. Wie verändert sich der Baum im Wechsel der Jahreszeiten? Welche Insekten leben auf ihm und von ihm. Auf die erste Ernte freute sich ganz Linow. Da wurde Apfelkompott und Apfelkuchen mit engagierten Apfelbaumbesitzern in der kitaeigenen Küche hergestellt. Übrigens war die pädagogische Naturbeobachtung: Veränderung des Baumes in den Jahreszeiten plötzlich zweitrangig zur Veränderung des Gesichtes des kleinen Wiesenwichtels, der zum ersten Mal selbst gemachten Apfelsaft kostete.
Finanziert wurden die Obstbäume, sowie Verbissschutz, Baumpfähle und die Dokumentation. Mehr Informationen: Förderverein Wiesenwichtel in Linow bei Rheinsberg

Wieso? Weshalb? Warum? Wer nicht fragt bleibt dumm!

Da sind die Waldkinder Potsdam den ganzen Vormittag im Wald, aber ihren Forschdrang können sie dort trotzdem nicht befriedigend ausleben. Daher wurde ein kleines Umweltlabor angeschafft, mit dem am Nachmittag interessante Waldfundstücke in der kooperierenden Kita näher untersucht werden können. Finanziert wurden Lupen, Reagenzgläser und alles, was ein kleines Umweltlabor ausmacht. Mehr Informationen: Waldkindergarten Potsdam

Quelle: Naturwissenschaftlicher Verein Cottbus

Familientag im Tertiärwald

Der Tertiärwald ist ein außerordentlich interessantes und ebenso gefragtes Ausflugsziel der Cottbusser. Seine Betreuung wurde bisher bis her durch Führungen über das Gelände ehrenamtlich abgewickelt. Man konnte aber dem immer stärker wachsenden Andrang nicht mehr Herr werden und so entschloss sich der Naturwissenschaftliche Verein zusammen mit der FH in Cottbus dazu, einen selbsterklärenden Lehrpfad mit neun Lernstationen aufzubauen, der die tertiären Pflanzengesellschaften erklärt. Gefördert wurden Gehölze, Schautafeln und Holz für Bänke. Mehr Informationen: Naturwissenschaftlicher Verein in Cottbus

Neue Fledermäuse!

Sehr aufgeschlossen arbeiten der NABU Finsterwalde mit einer privaten Forstbetriebsgemeinschaft in Sachen Fledermausschutz zusammen. Die Kindergruppe brachte über 90 Fledermauskästen in dem artenarmen Kiefernwald an und wird fortan den Besatz der Kästen einmal jährlich dokumentieren. Das Projekt leistet sowohl einen  wichtigen Beitrag zum praktischen Naturschutz als auch einen wichtigen forstbiologischen Beitrag zum Artenschutz der streng geschützten Fledermäuse. Finanziert wurden Fledermauskästen und Bindedraht. Mehr Informationen: NABU Finsterwalde

Energie mobil – Strom und Wärme aus erneuerbarer Energie

Ein Anruf genügt und schon rollt das Umweltmobil des Mittelbrandenburgischen Landschaftspflegeverband an den vereinbarten Treffpunkt. Das Umweltmobil wird zukünftig, neben vielen Themen rund um die Umwelt auch das Thema Erneuerbare Energien anbieten können. Neben theoretischer Wissensvermittlung ist das aufregende am Umweltmobil, dass viele praktische Experimente rund um das Thema Erneuerbare Energien und alternative Energieerzeugung bzw. Ernergie sparen durchgeführt werden können.
Finanziert wurden Fotovoltaikanlage, Solarbausätze, Solarkocher, Materialien für Windrad-, Kollektor-, Wasserrad und Windmesserbau, Lernspiele und diverse Experimentiermaterialien.Mehr Informationen: Mittelbrandenburgischer Landschaftspflegeverband

Quelle: Eva Klawitter

Was hat Schöllkraut im Badezimmer zu suchen?

Es muss nicht immer das Duschbad mit mehreren Konservierungs- und künstlichen Duftstoffen aus dem nahe gelegenen Drogeriemarkt sein. Manchmal reicht schon der Gang in den Garten, um fast die notwendigen Bestandteile für ein Duschbad zusammen zu sammeln. Verschiedene Jugendliche beteiligten sich bei Jugend forscht mit Arbeiten aus unterschiedlichen Wissensgebieten z.B. Gewinnung von Duschbad aus Seifenkraut, Gewinnung von Berberin aus dem Schöllkraut, Weißstörche im Altkreis Luckenwalde, Gewölleuntersuchung von Schleiereulen oder Pflanzen in und um Ruhlsdorf und stellten die Ergebnisse in ihrer Gemeinde aus.
Finanziert wurden Schauschrank, Zeichen- und Gestaltungsmaterialien. Mehr Informationen: Eva Klawitter aus Nuthe Nieplitz

Quelle: Creatives Centrum

Im Teich da ist der Käfer los

Das der Angerteich einmal Wasser enthielt, das berichteten einige Eltern. Ob er auch wieder Wasser führen könnte, das untersuchten Jugendliche in einem Projekt, das als Initiationsfunken inzwischen große Wellen schlägt. Eine Umweltgruppe untersuchte die Gewässerqualität bzw. Flora und Fauna des Angers und spezialisierte sich schließlich auf eine seltene Käferart, für die schließlich eine wissenschaftliche Arbeit erstellt wurde, die eine Anerkennung bei Jugend forscht erhielt. Die Teichrenaturierung soll folgen. Die Gewässeruntersuchung und –kartierung wurde dokumentiert.
Finanziert wurden Untersuchungschemikalien, versch. Dokumentationsmaterialien. Mehr Informationen: Haus am Anger Creatives Centrum in Falkensee