Lokale Agenda 21 Projektarchiv

Gärten, Gesundheit und Lokale Agenda 21

 

Was: Durchführung von außerschulischen Projekten zum Thema „Gärten und Gesundheit“

Ort: Grundschulen in Bernau, Wandlitz, Oranienburg

Wer: Förderverein PANKE-Park – Kulturkonvent Bernau e.V.  in Kooperation mit Lokale Agenda 21 Oranienburg, Internationales Netzwerk für Schulgärten, Exotischer Kräutergarten, Brandenburgische Werkstatt LA 21, Schulgarten Forum

Ausgegeben für: Dozenten-Honorare für die Schulprojekte, Druckkosten inkl. Druckvorlage von Broschüre und Postkarte, Präsentationsmaterial, Sachmittel Spielmaterial für Projektdurchführung und Büromaterial

Nach den oftmals alarmierenden Nachrichten aus den Schulen – Bewegungsmangel sowie Wahrnehmungs- und Ernährungsprobleme – machte sich dieses Projekt stark, den Schulen Möglichkeiten eines Gegensteuerns aufzuzeigen, und zwar in Form von Schulprojekten mit praktischer Nutzung von Schulgärten und Wahrnehmungsparcours. Diese bieten gute Voraussetzungen dafür, die Themenfelder Wahrnehmung, Bewegung und Ernährung in den Schulalltag zu integrieren.

 Unter dem Motto „Gärten und Gesundheit“ wurden Kräuter und Heilpflanzen und ihre Verwendungsmöglichkeiten vorgestellt sowie Übungsstunden mit Spiel und Bewegung für die Wahrnehmungsentwicklung durchgeführt.

Gemachte Erfahrungen wurden aufgegriffen und gemeinsam mit den Schülern im Sinne der Agenda 21 ein thematischer Leitfaden, die Broschüre „Gesund wachsen“, und eine Postkarte erarbeitet, die an Brandenburger Schulen und Ansprechpartner in Schulverwaltungen und Bildungseinrichtungen geschickt wurden. Auf diesem Wege wurden inhaltliche Schwerpunkte zum Thema „Gärten und Gesundheit“ vorgestellt und Kooperationsmöglichkeiten aufgezeigt.

Mit dem Projekt wurde eine Anleitung mit theoretischer und praktischer Einführung für Lehrer und Schüler für den Einstieg in den „Grünen Lernort“ erleichtert.

Nachhaltigkeit-Bürgerbeteiligung-Straßenbau

Was: Förderung eines Workshops

Ort: Bergholz-Rehbrücke, Gemeinde Nuthetal

Wer: lokale Agenda 21- Gruppe Nuthetal in Kooperation mit ARGUS e.V. Potsdam, Bürger, Verwaltungsmitarbeiter

Ausgegeben für: Sachkosten (Raummiete, Miete Technik, CDs), Honorare, Reise- und Übernachtungskosten, Dokumentationsmaterial (Einladungen, CDs), Gestaltung einer Ausstellung, Versandkosten

Die lokale Agenda 21- Gruppe in Nuthetal führte zusammen mit ARGUS e.V. einen Workshop zum Thema Nachhaltigkeit – Bürgerbeteiligung - Straßenbau durch mit 2 Arbeitsgruppen.

Ziel war es, den Erfahrungsaustausch und die Vermittlung neuer Formen der Bürgerbeteiligung und des privaten Engagements von Bürgern zwischen Fachleuten, Verwaltung, Bürgern und Bürgerinitiativen beim kommunalen und überörtlichen Straßenbau zu fördern und zu vermitteln.

Die Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit Privatinitiativen von Bürgern beim kommunalen Straßenbau und dabei Beteiligungs- und Einflussmöglichkeiten von Anliegern und mit dem Thema Bürgerbeteiligung bei überörtlichen Straßenbauvorhaben.

Durch die Werkstatt wurden gute Erfahrungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Damit wurde eine Grundlage für weitere Anwendungen in anderen Kommunen gefördert. Frühzeitige Bürgerbeteiligung im Straßenbau spart Kommunen und Bürgern Geld und schont die Umwelt. Denn die Ortskenntnis und täglichen Erfahrungen der Bürger können Entscheidungen positiv beeinflussen und führen zu einer höheren Akzeptanz von Maßnahmen. Die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Bürgern wurde im Sinne der Nachhaltigkeit befördert.

Photovoltaikanlage Erst-Haeckel-Gymnasium Werder

Was: Anschluss und Betrieb einer Photovoltaikanlage in Zusammenarbeit mit Jugendlichen

Ort: Gymnasium „Ernst Haeckel“, Werder, Potsdam Mittelmark

Wer: Schüler und Techniklehrer des Gymnasiums, Elektrofirma, Stadt Werder (Kofinanzierung)

Ausgegeben für: Installation und Montage einer Photovoltaikanlage

Mit den Fördergeldern finanziert wurde die Installation und Montage einer Photovoltaikanlage am Ernst-Haeckel-Gymnasium in Werder (Havel), welche von dem örtlichen Netzbetreiber bereitgestellt wurde. Errichtet wurde sie durch eine Elektrofirma, mit Hilfe der Schüler und des Techniklehrers des Gymnasiums. Die Anlage hilft der Schule, Energiekosten zu sparen und vermittelt Schülern im Technikunterricht, wie alternative Sonnenenergie nutzbar gemacht werden kann.

Der technische Aufbau der Anlage, deren Funktionsweise sowie die Ermittlung von Messdaten fließen in den Unterricht der Jahrgangsstufe 11 ein und tragen somit zum praktischen Bezug des Unterrichts zur Großtechnik bei.

Den Schülern wird anschaulich vermittelt, wie eine „saubere“ Energiequelle der Gegenwart und Zukunft die Feinstaubbelastung durch Wärmekraftwerke ersetzen kann. Die Solaranlage leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Umwelterziehung der Schüler.

Vergessene Zier- und Nutzpflanzen aus dem Spreewald und der Lausitz

Was: Präsentation zum Tag der Regionen

Ort: Stadthallenvorplatz Cottbus

Wer: Kommunale Interaktion (Interforum) e.V., Aktionsbündnis LA 21 Cottbus, Laden „Laib und Seele“ Senftenberg, Genossenschaft „all for one“ Senftenberg, FIS e.V. Senftenberg, Filmwerkstatt „Art und Weise“, Waldorfschule Cottbus, Kräutergarten Burg

Ausgegeben für: Honorare Beteiligter Tag der Regionen, Kosten Plakate und Einladungen, Honorare Redaktion, Bilddokumentation, Filmherstellung, Stand-Utensilien, Kochutensilien

Weltweit werden ungefähr 5.000 Pflanzenarten kultiviert, davon haben jedoch heute nur 160 wirtschaftliche Bedeutungen. Eine Ursache für das Verschwinden von Kulturen ist die Verdrängung durch neu eingeführte Kulturarten.

In diesem Projekt wurden vergessene Zier- und Nutzpflanzen aus dem Spreewald und der Lausitz wiederentdeckt und der Öffentlichkeit zum "Tag der Regionen" vorgestellt.

Mit einer Kochshow und Verkostungsaktion wurden Anregungen zu regionalen Produkten auf dem Speisezettel gegeben. Auf einem Infostand wurde über den Anbau der vergessenen Pflanzen entsprechend den Anbaubedingungen und Ansprüchen der Pflanzen und deren Pflege sowie Informationen zur traditionellen Nutzung und Verarbeitungsmethoden der vergessenen Pflanzen gegeben in Form von Rezepten, dekorativen Pflanzbeispielen und Schnittblumenarrangements.

Mit diesem Projekt wurde der weiteren Verdrängung alter, in Vergessenheit geratener Kulturarten, entgegengewirkt und im Rahmen der Agenda 21 ein Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt geleistet. Es entstand das Filmprojekt "Vergessene Pflanzen" auf DVD sowie eine Bild- und Textdokumentation als Ausstellung, Publikation und Internetpräsenz.

ökofaunistische Migrationseinrichtung

Was: Amphibienschutzanlage Calao – OE Werchow Riesnoer Teich, Kofinanzierung

Ort: Calau, LK Oberspreewald-Lausitz

Wer: Stadt Calau, Untere Naturschutzbehörde LK Oberspreewald-Lausitz, NABU-RV Calau, Ingenieurbüro

Ausgegeben für: Materialkosten Amphibienschutzanlage

Ein Schwerpunkt der Lokalen Agenda im LK Oberspreewald-Lausitz ist neben Energieeinsparung, Bürgerinformation oder umweltfreundlicher Tourismus auch der Artenschutz als Handlungsfeld.

Der Riesno-Teich, ein etwa einen halben Hektar großes Gewässer, wird von 7 Amphibienarten als Laichgewässer genutzt und ist ein Schwerpunkt der Amphibienwanderung im Landkreis. Zur Zeit der Frühjahrswanderung mussten zwischen 1000 und 2000 Individuen morgens und abends über die Straße getragen werden.

Ziel des Projektes war zur Errichtung einer stationären Amphibienschutzanlage mit einer Anteilsfinanzierung. Dazu wurde ein Typenprojekt von ACOpro mit 140 m Länge beidseitig der Straße verwendet und zwei Amphibiendurchlässen realisiert. Durch die Leiteinrichtung werden die Amphibien sowohl von ihren Überwinterungsquartieren zum Laichgewässer als auch zurück geleitet. Ein Monitoring prüft, ob es weitere Verluste gibt, auf die ggf. mit einer Verlängerung der Leitbahnen reagiert werden würde.

Mit der Errichtung der stationären Leiteinrichtung wurde ein wirkungsvoller Beitrag zum Amphibienschutz durch die Sicherung eines weiteren Migrationsschwerpunktes geleistet. Durch die Einbeziehung der Kommune und dem ehrenamtlichen Naturschutz wurden die kommunale Planung und die Agenda-Inhalte verknüpft. Auch wurden die Bürger der Stadt Calau für Umweltbelange sensibilisiert. Das Projekt wird regelmäßig im Rahmen der Umweltbildung an den Calauer Schulen vorgestellt.

Gemeinsam für Neues Leben in der Neustadt I

Was: Organisation und Durchführung eines Stadtteilfestes am 7./8.10.2006

Ort: Lauchhammer

Wer: KooperationsAnstiftung e.V., Lokale Agenda 21 Lauchhammer e.V., Kultur- und Heimatverein Lauchhammer e.V., Stadt Lauchhammer, Projekte der Fraueninitiative „Gleich und berechtigt“ Lauchhammer e.V., Landschaftsplanungsbüro,  Immobilienverwaltungen und WBG „Am Lauch“, (z.T. ehemalige) BewohnerInnen

Ausgegeben für: Veranstaltungskosten, Betriebskosten, Miete Technik, Werbung, Fahrtkosten, Ausleihkosten, Aufwandsentschädigungen Vereine, Verbrauchsmaterialien

Die Großwohnsiedlung Neustadt I in Lauchhammer ist durch den Rückbau der Schwerindustrie nach der Wende besonders betroffen durch Problemfelder wie Arbeitslosigkeit, Leerstand und Abriss und damit verbundener Perspektivlosigkeit.

In mehreren Treffen einer Steuerungsgruppe aus verschiedenen Akteuren (Bürger, Vereine und Vertreter der Wirtschaft) wurde versucht, die lokalen Akteure zu vernetzen und gemeinsam Entwicklungspotenziale zu erarbeiten.

Um an die breite Öffentlichkeit zu gelangen, wurde ein Stadtteilfest unter dem Motto „Neues Leben für Neustadt I“ initiiert, auf dem sich Vereine und Bewohner präsentierten. Hier bot sich Gelegenheit, Bürger persönlich anzusprechen und zur Mitwirkung zu animieren.

Auf dem Weg dorthin gab es eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit. Auf Bürgerversammlungen konnten sich die Bewohner informieren und sich mit konkreten Angeboten selbst einbringen. In gemeinsamen Aktionen wurden bspw. der Veranstaltungssaal (eine ehem. Gaststätte) und das Umfeld gereinigt.

Mit diesen Aktionen wurden das Interesse vieler Bewohner an der Entwicklung ihres Stadtteils und ein Bewusstsein für dessen Potenziale geweckt. Dem Eindruck eines Abwärtstrends konnte entgegengewirkt werden. Aus der Initiative sind mit den Anregungen der Bürger verschiedene weitere Projektmodule entstanden, die den Nachhaltigkeitsgedanken weitertransportieren.

Die Vermarktung des Geschirrmobils

Was: Veröffentlichung und Bewerbung des Geschirrmobils der Lokalen Agenda 21 Biesenthal

Ort: Biesenthal, Märkisch-Oderland

Wer: Lokale Agenda 21 Biesenthal e.V. und ehrenamtliche Mitarbeiter

Ausgegeben für: Sachkosten Ausstattung Geschirrmobil (Anhänger mit Plane, Auffahrrampe, Seilwinde, Geschirrkisten, Geschirr,  Besteck), Sachkosten Flyer, Nutzungsrechte Grafikdesign,  Inserate/Presseauftritte, Honorarkosten Grafiker, Webdesign, Projektmanagement, Einrichtung des Geschirrmobils, laufende Sachkosten

Die lokale Agenda 21-Gruppe Biesenthal setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung im Ort und der Region ein. Dazu zählt auch die Müllvermeidung als wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeit. Generell wird bei öffentlichen Veranstaltungen in großen Mengen Einweggeschirr verwendet. Zur Vermeidung dieses Einwegmülls schaffte die LA 21-Gruppe ein Geschirrmobil an unter dem Motto: „Wir feiern Feste ohne Plastereste“. Das Geschirrmobil soll nun an private und öffentliche Interessenten im gesamten Naturpark Barnim zum Verleih angeboten werden. Es besteht die Möglichkeit zur Selbstabholung und Betrieb durch den Veranstalter oder zur Vermietung des Geschirrmobils nebst Fachkraft. Das Geschirrmobil besteht aus einem Hänger, bestückt mit einer Industriegeschirrspülmaschine sowie Kisten mit stabilem Hotelgeschirr und Besteck.

Zweck des Projektes war auch, die Vorteile des Geschirrmobils öffentlich zu machen und zu vermarkten. Hierzu wurden Flyer gedruckt, Anzeigen geschaltet und auf der LA 21 Biesenthal-Internetseite darüber berichtet. Die Plane des Anhängers wurde bedruckt.

Seit Kurzem gibt es einen neuen Kooperationspartner für das Mobil, wo es auch untergestellt werden kann. Und als Erfolg auf die Marketingaktion gab es für das Jahr 2007 schon diverse Anfragen, so dass ein 15-20 maliger Einsatz realistisch scheint.

Erste Kraft-Wärme-Kopplung Deutschlands

Was: Erarbeitung und Gestaltung eines Flyers

Ort: Beelitz-Heilstätten

Wer: Förderverein Heiz-Kraft-Werk Beelitz-Heilstätten e.V., Grafikbüro

Ausgegeben für: Gestaltung eines Flyers, Präsentationsschaukästen

 

Der Förderverein Förderverein Heiz-Kraft-Werk Beelitz-Heilstätten e.V. bringt das Heiz-Kraft-Werk in Beelitz-Heilstätten, dem größten Flächendenkmal Brandenburgs, durch regelmäßige Führungen und der Öffnung des Heizhauses Süd zum Tag des offenen Denkmals zur Geltung.

Der Förderverein kümmert sich um das Technische Denkmal und versucht, dem Ort der ersten funktionierenden Kraft-Wärme-Kopplung Deutschlands aus dem Jahre 1898 eine Zukunft zu geben. Mit der Erarbeitung eines Flyers  wurden die bisherigen Informationen in DIN A4 Kopien abgelöst und zusammenfasst, damit konnte eine qualitativ hochwertige, umfassende Information für Besucher und Mitglieder entstehen. Vom Ort der 1. Kraft-Wärme-Kopplung wurde ein Bogen in das postfossile Energiezeitalter geschlagen. Die aufgearbeiteten Informationen unterstützen die Bedeutung des Heizkraftwerkes als ein Teil der "Energiewende 2030" in Potsdam-Mittelmark. So ist ein Zentrum für innovative Energietechnik und stoffliche Verwertung von Biomasse in Form einer Biogasanlage mit Einspeisung in das Gasnetz in Kooperationen mit den Fachhochschulen Potsdam und Brandenburg und der BTU Cottbus vorgesehen.



Agenda 21 - Rasen, Rosen und Rabatten – Historische Gärten und Parks zum Tag des Offenen Denkmals im Prenzlauer Stadtpark

Was: Aktivitäten zum Tag des offenen Denkmals

Ort: Stadt Prenzlau, Uckermark

Wer: Schüler des Städtischen Gymnasiums, Jugendliche des Jugendhauses „Puzzle“ sowie des Jugendvereins Spinning Wheels, die Prenzlauer Stadtwerke, die Stadt Prenzlau mit Bauamt und Dominikanerkloster, Geschichtsverein zu Prenzlau e.V., IG Frauen

Ausgegeben für: Druckkosten Flyer und Plakate, Sachkosten für Pflanzung und Reinigungsarbeiten  im Stadtpark, Honorarkosten Ausgestaltung der Veranstaltung

Zum Tag des Offenen Denkmals lud die Stadt Prenzlau unter dem Motto „Agenda 21 - Rasen, Rosen und Rabatten“ in den Stadtpark ein. Beteiligt am Entstehen der Veranstaltung waren Schüler des Städtischen Scherpf-Gymnasiums, Jugendliche des Jugendhauses „Puzzle“ sowie des Jugendvereins Spinning Wheels, die Prenzlauer Stadtwerke, die Stadt Prenzlau mit Bauamt und der Agenda-Koordinatorin sowie dem Dominikanerkloster, Stadtführer des Geschichtsvereins zu Prenzlau und die IG Frauen Prenzlau e.V. Im Vorfeld wurden Säuberungs- und Sanierungsarbeiten und Bepflanzungsarbeiten im Stadtpark finanziert. Ein Grafikbüro erarbeitete einen Flyer und ein Werbeplakat. Im Rahmen der lokalen Agenda 21 fanden am Tag des Offenen Denkmals am 10.9.2006 Veranstaltungen mit verschiedensten Aktivitäten statt.

Ziele waren dabei das Zusammenführen verschiedener lokaler Akteure der Stadt Prenzlau, die Wiedererlebbarmachung des Stadtparks als Denkmal, als Parkanlage zur Erholung und zur Freizeitgestaltung, als Erinnerungs- und Bildungsort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und die nachhaltige Wiederherstellung und Aufwertung von  historischen Strukturen im Stadtpark.

Erfolgreiche Kurstadtentwicklung – ohne Kinder und Jugendliche?

Was: Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an dem Kustadtentwicklungsplan

Ort: Bad Liebenwerde, LK Elbe-Elster

Wer: Förderverein Lokale Agenda  21 Elbe-Elster, Verein für Stadtmarketing und Wirtschaft e.V., Kinder und Jugendliche aus 5 Klassen der örtlichen Schulen (Grund-, Realschule und Gymnasium), Vertreter der Politik und Stadtverwaltung

Ausgegeben für: Druckkosten, Moderationsmaterial, Honorare Moderation

Das Projekt „Erfolgreiche Kurstadtentwicklung – ohne Kinder und Jugendliche?“ hat sich zum Ziel gesetzt, den Kurstadtentwicklungsplan der Stadt Bad Liebenwerda in mehreren Veranstaltungen interessierten Kindern und Jugendlichen zu erläutern und nachfolgend zu diskutieren. Hatten die Jugendlichen doch den Eindruck, dass ihre Belange  in diesem Plan vergessen worden waren. Eine das Projekt begleitende Gruppe aus Mitgliedern der LA 21-Gruppe und Mitglieder des VSW e.V. erarbeiteten im Vorfeld Handreichungen und Moderationsunterlagen.

Insgesamt 5 Foren für Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Jahrgangs wurden in Absprache mit den Schulleitern und Fachlehrern an den Schulen durchgeführt, in denen die Gesamtproblematik der Kurstadtentwicklung erläutert, spezifische Interessenslagen der Jugend diskutiert und systematisch gewichtete Hinweise erarbeitet werden. Die gegebenen Hinweise, Anregungen als auch darüber hinaus gehende Verabredungen zwischen den Teilnehmern flossen in den nunmehr beschlossenen Kurstadtentwicklungsplan der Stadt Bad Liebenwerda ein. In einer weiteren Veranstaltung mit der Stadt Ende 2007 wollen die Schüler schauen, welche ihrer Ansätze sich beginnend verwirklichen lassen und welche Möglichkeiten des eigenen Engagements hierbei bestehen. Die umsetzungsorientierten Planungen bestimmen nun das Engagement der Bürger und ihrer Stadt für die nächsten 10 Jahre. Das Projekt ist ein hervorragendes Beispiel für die gelungene Integration von Jugendlichen in die Gestaltung ihrer Stadt und Ortsteile.

Zukunft 2020 und die Bestimmung von Nachhaltigkeitsindikatoren

Was: Erarbeitung einer Methodik und von Modellvorschlägen zur Auswahl und Erprobung von Nachhaltigkeitsindikatoren

Ort: Petershagen-Eggersdorf, Märkisch-Oderland

Wer: Gemeinde Petershagen-Eggersdorf, Kommunale Agenda 21 P-E, Arbeitsgruppe Ressourcenschutz, Projektbüro Ökodata Strausberg, NABU-Ortsgruppe, interessierte Bürger

Ausgegeben für: Honorare Bestimmung von Nachhaltigkeitsindikatoren, Druckkosten

Die Gemeinde Petershagen-Eggersdorf beauftragte die Erarbeitung eines auf das Leitbild abgestimmten Indikatorenkatalogs sowie von Handlungsempfehlungen zur nachhaltigen Sicherung der Attraktivität der Kommune für die Einwohner, deren Gäste und Touristen. Mit der Auswahl von Indikatoren aus den Bereichen Wirtschaft, Soziales und Umwelt sollen progressive Veränderungen in kürzeren, zeitlichen Rahmen erfasst werden können. Mit einer Fragebogenaktion wurde die Öffentlichkeit in die Diskussion zur Ortsentwicklungskonzeption „Zukunft 2020“ zum Leitbild und zu den Indikatoren einbezogen.

Nach Abschluss des Projektes wurden diese der Gemeindevertretung zur Beschlussfassung vorgelegt, um für die Gemeindeverwaltung verbindlicher Arbeitsauftrag zu werden. Die Gemeindeverwaltung ist nun befähigt, die zur Verfügung stehenden geringen finanziellen Mittel vorrangig dort einzusetzen, wo sie für die Entwicklung der Kommune den größten Nutzen bringen.